Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Newsletter der
Wirtschaftsförderung Münster GmbH

Newsletter Nr. 11/2020
November 2020

Monatlicher Informationsdienst der Wirtschaftsförderung Münster GmbH


Die zweite vorübergehende Schließung einzelner Branchen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trifft Unternehmen, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen erneut hart. Daher hat die Bundesregierung die bestehenden Hilfsprogramme durch zusätzliche außerordentliche Wirtschaftshilfen ergänzt. Darüber hinaus soll der Schnellkredit der KfW erweitert und auch kleinen Unternehmen zugänglich gemacht werden. Die Überbrückungshilfe soll auch 2021 fortgeführt und nochmals erweitert werden. Diese und weitere wertvolle Fördermittelnews finden Sie im zweiten Teil dieses Newsletters direkt nach unseren aktuellen Projekte.

Die WFM wünscht Ihnen weiterhin alles Gute.

In dieser Ausgabe:

Aktuelles

- Existenzgründungswoche: Guter Anmeldestand trotz Online-Format
- Euro-Express nimmt im Hansa-BusinessPark Fahrt auf
- Bioanalytik Münster: Weltring übergibt Geschäftsführung zum 20. Jubiläum
- Digitalisierter Lebensmittel-Lieferdienst in Münster unterwegs
- Pop-up-Store schafft Win-Win-Situation   

Fördermittel

- Neue Corona-Hilfe: Stark durch die Krise
- Überbrückungshilfe II ist zu beantragen
- Neues, vollautomatisiertes Förderprogramm ab Mitte November
- Maßnahmen zum Programm „Ausbildungsplätze sichern“ konkretisiert
- EU-Ausnahmeregelung für Absicherung von Exportgeschäften verlängert
- Neu: Der Bürgschafts-Konfigurator
- Spezielle Förderung bei Crowdfunding-Gründungen
- Bund fördert den Einbau von privaten Ladestationen
- Tandem-Projekt NRW verschafft Betrieben Extra-Schub
- Gefahr von Subventionsbetrug bei zu vielen Corona-Hilfen
- Steuerliche Forschungsförderung wird umgesetzt
- Bundesregierung unterstützt Exportwirtschaft
- Beim Export erneuerbarer Energien gilt erweiterte „49-PLUS-Regelung“
- NRW.BANK setzt Fristen für Antragsstellung

Veranstaltungen

- MünsterZukünfte gehen online weiter

Aktuelles

Existenzgründungswoche: Guter Anmeldestand trotz Online-Format

Die Existenzgründungswoche ist trotz des Umstiegs auf das Online-Format gut gestartet. Das ausrichtende Netzwerk münster gründet! verzeichnete sowohl für die Auftaktveranstaltung am Montagabend wie auch für die mehr als 40 Workshops und Seminare gute Anmeldezahlen. Wie jedes Jahr geht es bei diesem Angebot um Fragen zu den Marktbedingungen und der fachlichen Qualifikation von angehenden Selbstständigen sowie um finanzielle, steuerliche und versicherungstechnische Belange. Adressiert werden Personen in allen Gründungsstadien. Die Spannweite der Interessierten reicht von jenen ohne konkretisierte Geschäftsidee bis hin zu Durchstartern mit einem vorzeigbaren, skalierbaren Geschäftsmodell samt Businessplan und Finanzierungskonzept. Auch Jungunternehmer, die ihr Wissen auf dem einen oder anderen Gebiet auffrischen wollen, sind noch zur Teilnahme aufgerufen. Die Gründungswoche endet am Freitagabend.
Zur Anmeldung zu den Online-Angeboten der zweiten Wochenhälfte.

Euro-Express nimmt im Hansa-BusinessPark Fahrt auf

Ob Betriebsausflug oder Incentive-Tour, ob Klassenfahrt oder Pilgerreise, ob Fan-Trip oder Urlaubstransfer: Das Geschäft der Euro-Express Sonderzüge GmbH & Co. KG aus Münster läuft seit Jahren sehr gut. Mit einem Neubau im Hansa-BusinessPark II nimmt das Unternehmen nun eine wichtige Weichenstellung vor. Am künftigen Standort, den die Wirtschaftsförderung Münster vermittelt hat, werden alle für den Zugbetrieb notwendigen Leistungen zusammengeführt. Das Bürogebäude und die zehn Meter hohe Lagerhalle werden komplett in Holzbauweise realisiert. Stefan David hatte Euro-Express im September 2019 in Form eines Management-Buyouts übernommen. Bis dahin gehörte es zur Müller-Touristik GmbH & Co. KG. In der Betriebsstätte am Industrieweg, zwischen Titus und der Agravis Raiffeisen AG, unterhält Euro-Express einen Fuhrpark mit 50 Wagen und Lokomotiven.
Mehr…
WFM-Ansprechpartner für Grundstücke: Dieter Schewetzky, 0251 686412-31, schewetzky@wfm-muenster.de.

Bioanalytik Münster: Weltring übergibt Geschäftsführung zum 20. Jubiläum

Im 20. Jahr des Bestehens hat Dr. Klaus-Michael Weltring die langjährige Geschäftsführung der Gesellschaft für Bioanalytik Münster e.V. auf Dr. Kathleen Spring übertragen. Bei der Verabschiedung honorierte der Vorstand, bestehend aus Vertretern von Hochschulen, Forschungszentren, Unternehmen und Transfereinrichtungen, Weltrings unermüdlichen Einsatz für den Standort und die Bioanalytik auf internationaler Ebene mit vielen lobenden Worten. Bei der Entwicklung Münsters zu einem der international führenden Bioanalytik-Adressen war der 66-Jährige jahrelang die herausragende, treibende Kraft. Seine Arbeit umfasste die Forcierung hiesiger Projekte sowie die Mitarbeit in neuen EU-Projekten und die intensive Beteiligung an Netzwerken. Hierzu zählen das Cluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW, der Arbeitskreis der BioRegionen Deutschlands und die Deutsche Plattform NanoBioMedizin, deren Sprecher Weltring ist. Heute präsentiert sich Münster mit den Center for Nanotechnology (CeNTech), dem Center for Soft Nanomaterials (SoN) und dem Nano-Bioanalytik-Zentrum (NBZ), dessen wissenschaftlicher Leiter Weltring bis Mitte 2020 war, als größter Nano-Standort in Deutschland.  
Weitere Informationen bei der Gesellschaft für Bioanalytik Münster.
Ihre neue Ansprechpartnerin: Kathleen Spring, 0251 38450334, spring@bioanalytik-muenster.de

Digitalisierter Lebensmittel-Lieferdienst in Münster unterwegs

Lebensmittel online bestellen und nach Hause liefern lassen: Mit diesem Konzept im Food-Bereich ist das 2018 gegründete Unternehmen seit Anfang November auch auf dem münsterischen Markt aktiv. Die Wirtschaftsförderung Münster GmbH hat Picnic bei der Standortsuche begleitet, eine Immobilie an der Eulerstraße vermittelt und im Genehmigungsmanagement unterstützt. Darüber hinaus öffnete die WFM aufgrund ihrer guten Netzwerkkontakte Türen zu potenziellen Kooperationspartnern. Picnics Sortiment umfasst nach Firmenangaben zirka 10.000 Produkte. Das Angebot richtet sich zunächst an etwas mehr als 100.000 Haushalte. Geliefert wird mit eigens entwickelten Electro-Vans.
WFM-Ansprechpartner für Gewerbehallen: Henning Fischer, 0251 68642-25, fischer@wfm-muenster.de

Pop-up-Store schafft Win-Win-Situation

Am Picasso-Platz tut sich was: Im August hatte die Wirtschaftsförderung Münster dem Künstler Thomas Nufer eine Präsentationsfläche für die Ausstellung „1 sec Münster“ vermittelt. Jetzt hat das Pop-up-Store STORY OF MINE hier seine Türen geöffnet. Lisa Marie Weidling, Gründerin des münsterischen Modelabels, stellt ihre ansonsten hauptsächlich im Internet erhältlichen Kollektionen vor. Dabei hat auch sie die Unterstützung der WFM erhalten, die in der temporären Nutzung leerstehender Flächen einen Gewinn für alle Seiten – Unternehmen, Kunden und Vermieter – sieht. Vor allem junge Unternehmen haben die große Chance zur Präsentation in Lagen, die sie sich unter normalen Umständen nicht leisten können.
WFM-Ansprechpartnerin für den Handel: Dr. Christina Willerding, 0251 68642-40, willerding@wfm-muenster.de

Städtischer Krisenstab Wirtschaft tagte – Online-Informationen erweitert

Der Bund und die Länder haben für den Monat November umfangreiche Maßnahmen und Einschränkungen beschlossen, um der weiteren Ausbreitung des Corona-Virusentgegenzuwirken. Angesichts dessen tagte der von der Stadt Münster initiierte Krisenstab Wirtschaft unter Leitung der Stadtkämmerin und Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, Christine Zeller, am gestrigen Montag erneut. Die beteiligtenAkteure erörterten bei dieser Gelegenheit die Auswirkungen der aktuellen Beschränkungen auf die örtlichen Gewerbetreibenden sowie die neu angestoßenen außerordentlichen Wirtschaftshilfen.
Informationen hierzu sind auf den Internetauftritten der Stadt Münster, der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen sowie der Wirtschaftsförderung Münster abrufbar.

Fördermittel

Neue Corona-Hilfe: Stark durch die Krise

Außerordentliche Wirtschaftshilfe
Für die außerordentliche Wirtschaftshilfe gilt ein Finanzvolumen von voraussichtlich zirka zehn Milliarden Euro. Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen.

  • Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.

  • Indirekt Betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

  • Verbundene Unternehmen – also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält – hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von einer Million Euro – soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU).

Zuschüsse über eine Millionen Euro bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Die Bundesregierung ist derzeit in intensiven Gesprächen mit der Europäischen Kommission, um eine solche Genehmigung für höhere Zuschüsse zu erreichen.

Solo-Selbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

Für Restaurants gilt eine Sonderregelung – wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen.

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.

Antragsstellung auf der Plattform der Überbrückungshilfe durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. http://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

KfW-Schnellkredite
Der KfW-Schnellkredit dient künftig auch Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten. So können diese Betriebe in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen bei ihrer Hausbank zügig einen Kredit in Höhe von bis zu 300.000 Euro erhalten, abhängig vom Umsatz im Jahr 2019. Eine Kreditrisikoprüfung findet nicht statt, der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.
Mehr Informationen bei der KfW.

Überbrückungshilfe II
Zur Existenzsicherung von kleinen und mittelständischen Betrieben sowie Soloselbständigen und Freiberuflern werden seit Juli 2020 Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten als Überbrückungshilfe geleistet. Diese Hilfen sollen ein weiteres Mal verlängert und ihre Konditionen nochmals verbessert werden.
Siehe hierzu auch den folgenden Beitrag (Überbrückungshilfe II ist zu beantragen).

Überbrückungshilfe III
Einige Wirtschaftsbereiche werden auch zukünftig erhebliche Einschränkungen hinnehmen müssen. Dies betrifft beispielsweise die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft. Dazu wird das Instrument der Überbrückungshilfe zur Überbrückungshilfe III weiterentwickelt. Das Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium arbeiten an den Details.
Siehe hierzu auch den folgenden Beitrag (Überbrückungshilfe II ist zu beantragen).

Überbrückungshilfe II ist zu beantragen

Seit dem 21. Oktober können Anträge auf Überbrückungshilfe für den Zeitraum von September bis Dezember 2020 gestellt werden. Sie unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Die Überbrückungshilfe II fördert weiter auch Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in die Außenbereiche. Die Antragstellung erfolgt über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt). Um besonders Unternehmen, bei denen das Geschäft durch behördliche Einschränkungen oder Hygiene- und Abstandsregeln immer noch stark beeinträchtigt ist, noch besser zu erreichen, werden folgende Änderungen am Programm vorgenommen:

1. Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

2. Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.

3. Erhöhung der Fördersätze: Künftig werden erstattet:

  • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (bisher 80 Prozent der Fixkosten),

  • 60 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent (bisher 50 Prozent der Fixkosten) und
  • 40 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher bei mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch).

4.    Die Personalkostenpauschale von 10 Prozent der förderfähigen Kosten wird auf 20 Prozent erhöht.

5.    Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

Alle wesentlichen Informationen zur Überbrückungshilfe II.

Neues, vollautomatisiertes Förderprogramm ab Mitte November

Digitalisierung ist der NRW.BANK – nicht nur bei der Ausgestaltung von
Förderprogrammen für Digitalisierungsprozesse bei Unternehmen – sehr wichtig. Ab dem 16. November 2020 bietet das Institut das neue Förderprogramm NRW.BANK.Universal
Direkt mit einem vollautomatisierten Antrags- und Zusage-Prozess an. Es richtet sich an Mittelständler und Angehörige der freien Berufe mit einer mindestens zweijährigen Markttätigkeit. Ziel des Programms ist die Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Förderfähig sind grundsätzlich Vorhaben mit vermutlich dauerhaftem wirtschaftlichem Erfolg und einer gesicherten Gesamtfinanzierung für Zwecke wie gewerbliche Baukosten, Grunderwerb zur Eigennutzung, technische Anlagen/Maschinen, BGA/Fuhrpark, Warenlager und allgemeiner Betriebsmittelbedarf. Der Finanzierungsanteil beträgt bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionen und/oder Betriebsmittel, maximal eine Million Euro.
Die Informationen sind ab dem 16. November bei der NRW.BANK abrufbar.

Maßnahmen zum Programm „Ausbildungsplätze sichern“ konkretisiert

Möglichst alle jungen Menschen sollen, wenn sie wollen, auch im Ausbildungsjahr 2020/21 eine Berufsausbildung beginnen, weiterführen und erfolgreich abschließen können. Denn es besteht ein erhebliches Bundesinteresse daran, diese Stellen auch in der Krise zu schützen und das bisherige Niveau der Ausbildungsbetriebe und ausbildenden Einrichtungen aufrechtzuerhalten, begonnene Ausbildungen fortzuführen und neue Kapazitäten zu schaffen. Mit der Zweiten Förderrichtlinie für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ werden – nach der Ersten Förderrichtlinie vom 29. Juli 2020 – weitere Maßnahmen konkretisiert. Ziel ist die stärkere Nutzung von Verbund- oder Auftragsausbildung zugunsten Auszubildender bei KMU, die ihre Ausbildung temporär nicht im eigenen Betrieb beginnen oder weiterführen können. Hierfür werden KMU mit bis zu 249 Mitarbeitern, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten und andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die in solchen Fällen eine Auftrags- oder Verbundausbildung durchführen, durch nicht rückzahlbare Zuschüsse gefördert.
Weitere Informationen beim Bundesbildungsministerium.

EU-Ausnahmeregelung für Absicherung von Exportgeschäften verlängert

Exportgeschäfte können auch weiterhin zu kurzfristigen Zahlungsbedingungen (bis 24 Monate) innerhalb der EU und in ausgewählten OECD-Ländern mit staatlichen Exportkreditgarantien abgesichert werden. Dazu hat die EU-Kommission die bestehende Ausnahmeregelung für staatliche Beihilfen bis Ende Juni 2021 verlängert. Ursprünglich sollten diese zum Jahresende auslaufen. Normalerweise gelten Geschäfte zu kurzfristigen Zahlungsbedingungen für Exporte in diese Länder als „marktfähig“, so dass eine Absicherung durch staatliche Exportkreditversicherungen nicht zulässig ist. Die Verlängerung der Ausnahmeregelungen stellt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Exportwirtschaft in der aktuellen Krise dar.
Ausführliche Informationen hat das Bundeswirtschaftsministerium.

Neu: Der Bürgschafts-Konfigurator

In nur einer Minute zur passenden Bürgschaft: Das verspricht die Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen mit einem neuen Tool, das die einfache und schnelle Orientierung in dem Programmportfolio des Kreditinstituts erlaubt. Auf der Seite des „Konfigurators“ weist dieses außerdem darauf hin, dass die Bürgschaften auch für coronabedingte Finanzierungen genutzt werden können. Zusätzlich werden voraussichtlich bis zum Jahresende spezielle Corona-Hilfsprogramme mit erweiterten Höchstgrenzen angeboten.
Zum Angebot der Bürgschaftsbank.

Spezielle Förderung bei Crowdfunding-Gründungen

Gründende und junge Unternehmen aus NRW können nun ein speziell auf Crowdfunding-Projekte zugeschnittenes Mikrodarlehen der NRW.BANK in Anspruch nehmen. Das zinsgünstige Angebot trägt den Namen NRW.MicroCrowd. Parallel zum Einwerben von finanzieller Unterstützung bei der Finanzierung über Startnext im laufenden Crowdfunding-Projekt kann darüber ein Darlehen für das Unternehmenswachstum beantragt werden. Gefördert werden maximal 80 Prozent der Vorhabenkosten bis zu einem Höchstbetrag von 50.000 Euro. Dafür kooperiert die NRW-Förderbank mit der digitalen Plattform Startnext.
Weitere Informationen bei der NRW-BANK.

Bund fördert den Einbau von privaten Ladestationen

Ab dem 24. November 2020 können Förderanträge für private E-Auto-Ladestationen an Wohngebäuden gestellt werden. Das Bundesverkehrsministerium unterstützt den Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des Netzanschlusses sowie Nebenarbeiten an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden. Voraussetzungen sind, dass die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügt, der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt und die Ladestation intelligent und steuerbar ist (mit Blick auf die Netzdienlichkeit). Der Investitionszuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt.
Ausführliche Informationen gibt die Förderbank KfW.

Tandem-Projekt NRW verschafft Betrieben Extra-Schub

Corona diktiert die Themen und den Takt – gesellschaftlich und wirtschaftlich. Unternehmen mussten und müssen im Schnellverfahren ihre Arbeitsstrukturen neu aufstellen. Beim Tandem-Projekt NRW, einer Kooperation des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP) und des NRW-Familienministeriums, bekommen die kleinen und mittleren Betriebe (KMU) passgenaue Hilfen für diese Herausforderung. Im Zentrum des Angebots stehen personalpolitische Herausforderungen und ihre Lösungen. Wesentliche Elemente sind solche der Flexibilisierung von Arbeitsorten und Arbeitszeiten. Jeweils zwei KMU setzen sich mit zukunftsfähigen Konzepten auseinander. Das FFP betreut die Partnerschaften wissenschaftlich und organisiert den Austausch.
Weitere Informationen zum Projekt.

Gefahr von Subventionsbetrug bei zu vielen Corona-Hilfen

Unternehmen, die in der Corona-Krise sowohl einen KfW-Unternehmerkredit als auch die Corona-Überbrückungshilfe sowie weitere Hilfen beantragt haben, müssen prüfen, ob in Summe die Grenze zu einer rechtswidrigen Subvention ab einer Million Euro überschritten wird. Zum Hintergrund: Nach EU-Richtlinien dürfen Unternehmen nur in Ausnahmefällen Subventionen gezahlt werden. Diese werden dann mit einem Subventionswert bewertet – und es gibt eine Höchstgrenze im Rahmen der so genannten „de-minimis-Regeln“. Folgende Subventionswerte müssen Unternehmen bei erhaltenen Corona-Hilfen ansetzen:
  • Corona-Soforthilfe: Zuschuss in voller Höhe

  • Corono-Überbrückungshilfe Phase 1 und Phase 2: Zuschuss in voller Höhe

  • Beratungsförderung BAFA: Zuschuss in voller Höhe

  • KfW-Corona-Schnellkredit: Kreditbetrag in voller Höhe (da 100 Prozent Staatshaftung)

  • KfW-Unternehmerkredit-Corona: Bei einer Laufzeit bis sechs Jahre gilt ein Subventionswert in Höhe des Zinsvorteils. Dieser wird mit der Kreditzusage von der KfW in einer separaten Anlage mitgeteilt. Bei einer Laufzeit von sechs bis zehn Jahren gilt „Kreditbetrag in voller Höhe“
Der Höchstbetrag für de-minimis-Beihilfen liegt in normalen Zeiten bei 200.000 Euro in den jeweils drei letzten Steuerjahren. Für Corona wurde die Grenze auf eine Million Euro in den jeweils drei letzten Steuerjahren erhöht. Unternehmen sollten eine fortlaufende Liste über alle erhaltenen de-minimis-Beihilfen führen, damit sie die Grenze nicht überschreiten.
Weitere Informationen.

Steuerliche Forschungsförderung wird umgesetzt

Forschende Unternehmen können ihre Forschungsvorhaben jetzt zertifizieren lassen. Bevor die steuerliche Forschungszulage beim Finanzamt beantragt werden kann, prüft eine fachkundige Stelle, ob das Vorhaben dem gesetzlichen Forschungs- und Entwicklungsbegriff entspricht. Hierüber stellt die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) einen Bescheid aus, an den das Finanzamt gebunden ist. Bis zu einer Million Euro können Unternehmen erhalten, die in Forschung und Entwicklung investieren. Gefördert werden 25 Prozent der förderfähigen Aufwendungen, insbesondere Personalkosten, aber auch Ausgaben für Auftragsforschung. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Unternehmen gerade Gewinne oder Verluste macht. Entscheidend ist, dass es in seine Innovationskraft investiert und damit Arbeitsplätze und Wohlstand von morgen sichert.
Das Bundesforschungsministerium informiert zu Antragstellung und Förderung.

Bundesregierung unterstützt Exportwirtschaft

Die deutsche Exportwirtschaft spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich. Neben Störungen in den Lieferketten und bei der Abwicklung der Projekte im Ausland haben sich auch die Finanzierungsbedingungen verschlechtert. Den bewährten staatlichen Exportkreditgarantien, den so genannten Hermes-Bürgschaften, kommt in dieser Situation eine besonders hohe Bedeutung zu. Sie sichern Auslandsgeschäfte gegen politische und wirtschaftliche Risiken ab. Die Bundesregierung hat deshalb ein weiteres Maßnahmenpaket beschlossen, das die Finanzierung von Exportgeschäften erleichtert. Hierbei geht es um verbesserte Finanzierungsbedingungen für neue Exportgeschäfte, die Einführung einer Shopping-Line-Deckung, Erleichterungen bei den Entgelten für Hermes-Bürgschaften, verbesserte Refinanzierungsmöglichkeiten für exportfinanzierende Banken und weitere technische Verbesserungen.
Es informiert die Euler Hermes Aktiengesellschaft.

Beim Export erneuerbarer Energien gilt erweiterte „49-PLUS-Regelung“

Die Bundesregierung will mit der Sonderinitiative Erneuerbare Energien den Ausbau auch international vorantreiben. Zur Forcierung des Ziels können mit Exportgarantien des Bundes, den so genannten Hermesdeckungen, langfristige Finanzierungen ermöglicht werden, indem Ausfallrisiken staatlich abgesichert werden. Die Grenze bei der Exportabsicherung durch den Bund lag bisher bei 49 Prozent und wurde nun bei erneuerbaren Energien auf bis zu 70 Prozent erhöht. Zudem kündigte der Bund weitere Maßnahmen an. So verzichtet er nach ausdrücklicher Beantragung auf das Anzahlungserfordernis für im Zielland anfallende Kosten und optimiert Prüf- und Entscheidungsprozesse für eine leichtere Finanzierung der Hermesdeckungen. Auch sollen deutsche Exporteure bei der Marktbearbeitung des Zielmarktes stärker unterstützt werden.
Es informiert die Euler Hermes Aktiengesellschaft.

NRW.BANK setzt Fristen für Antragsstellung

Die NRW.BANK bietet die Förderprogramme „NRW.BANK.Infrastruktur Corona“ und „NRW.BANK.Gemeinnützige Organisationen“ mit Haftungsfreistellungen zur Unterstützung coronabedingt angeschlagener Unternehmen und gemeinnütziger Organisationen an. Für die letztmalige Antragstellung wurden nun der 09.11.2020 bzw. der 30.11.2020 fixiert. Dies ist erforderlich, damit die Zusagen noch bis zum Ende der vorgeschriebenen Angebotsfrist zum 30. bzw. 31.12.2020 erfolgen können. Voraussetzung für die Entscheidungsreife und die mögliche Zusage ist die Einreichung vollständiger Antragsunterlagen (inkl. Beihilfeerklärungen) sowie bei Bedarf aussagekräftiger kompletter Anlagen zum Risikoanlagensatz des jeweiligen Förderprogramms zum vorgenannten Termin.
Weitere Informationen zu den Programmen NRW.BANK.Infrastruktur Corona und
NRW.BANK.Gemeinnützige Organisationen.

Veranstaltungen


17.11.2020

MünsterZukünfte gehen online weiter

Zu einem Web-Forum über digitale Bürgerbeteiligung laden die Projektteams hinter MünsterZukünfte und der Stabsstelle Smart City Münster ein. Bürgerinnen und Bürger können sich ab sofort zu der Veranstaltung „Beteiligung in der Stadtentwicklung digitaler denken“ anmelden. Welche Erfahrungen gibt es bisher mit digitaler Beteiligung? Was könnte die Zukunft der digitalen Öffentlichkeitsbeteiligung sein? Ausblicke geben Kathrin Feigs (plan-lokal, Projekt Stadtteilentwicklung Handorf, Gelmer und Sudmühle), Anke M. Leitzgen, (#stadtsache, Projekte Südviertel und Hörster Parkplatz), Oskar Lingk (Urban Participation Lab, Projekte Werkstattverfahren Bremer Platz und Masterplan Münster Mobilität 2035+), Alexander Sommer (items GmbH, Projekt MünsterHack) und Dr. Fee Thissen, Büro für Urbane Transformation, RWTH Aachen. Die Diskussion ist per Chat möglich. Die Veranstaltung bildet den Auftakt einer Webforen-Reihe, die den Beitrag der Stadtgesellschaft auf Münsters Weg zur Smart City zum Thema machen. Die eingesetzte Open Source-Videokonferenzplattform „BigBlueButton“ ist über jeden gängigen Internetbrowser nutzbar. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Webcam und ein Mikrofon sind nicht notwendig. Den Zugang zum Webforum erhalten die Teilnehmenden nach der Anmeldung. Die Teilnehmerzahl ist technisch bedingt begrenzt auf 200 Personen.
Zur Anmeldung.