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15. Sonder-Newsletter der
Wirtschaftsförderung Münster GmbH

Sonder-Newsletter Nr. 15/2020
9. Juli 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

mit der inzwischen 15. Ausgabe unseres Corona-Sonder-Newsletters versorgen wir Sie heute wieder mit wertvollen Fördermittelinformationen.   

Die Themen:
- Überbrückungshilfe des Bundes: Ab sofort ist Beantragung möglich
- NRW Überbrückungshilfe Plus: Land ergänzt Überbrückungshilfe des Bundes
- NRW-Soforthilfe 2020: Fragen und Antworten zum Rückmeldeverfahren
- Gründerpreis NRW 2020: 60.000 Euro Preisgeld für innovative Geschäftsideen
- Bundesprogramm zum Aufbau von Weiterbildungsverbünden gestartet
- Förderung für Elektro-Fahrzeuge erhöht
- Investitionsförderung in Digitalisierung angekündigt
- Forschungszulage: Bemessungsgrundlagen­-Höchstgrenze erhöht
- Passantenzahlen: Höchste Wochenwerte seit Lockdown-Ende
- Immobilienmesse EXPO REAL abgesagt
- Münster präsentiert sich auf der polis Convention digital
- Online-Veranstaltung: „Risikomanagement in Krisenzeiten“
- Zu guter Letzt: FAQ der DIHK

Überbrückungshilfe des Bundes: Ab sofort ist Beantragung möglich

Corona-bedingte Auflagen und Schließungen haben in vielen Branchen zu Umsatzeinbußen geführt. Finanzielle Unterstützung stellt die Bundesregierung betroffenen Firmen ab sofort mit der Überbrückungshilfe zur Verfügung. Die Gelder können ab dem 10. Juli beantragt werden, und zwar von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von vereidigten Buchprüfern im Auftrag der Unternehmen. Bei der Antragstellung sind Angaben zum Umsatzeinbruch im April und Mai 2020 im Vergleich mit den Vergleichsmonaten zu machen. Zudem soll eine Prognose des Umsatzeinbruchs für den beantragten Zeitraum abgegeben werden. Auch eine Abschätzung der voraussichtlichen Fixkosten, deren Erstattung beantragt wird, ist nötig.
Für die die Monate Juni bis August sind Zuschüsse von bis zu 150.000 Euro möglich. Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen in diesem Zeitraum im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten. Erstattet werden ein Anteil in Höhe von

•    80 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch über 70 Prozent
•    50 Prozent bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent
•    40 Prozent bei einem Umsatzeinbruch zwischen 40 und 50 Prozent

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen. Die Berechnung wird jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 40 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe für den jeweiligen Fördermonat. Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 Euro pro Monat, bei Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat. Die maximalen Erstattungsbeträge für kleine Unternehmen können in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden. Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31. August 2020 und die Auszahlungsfristen am 30. November 2020.
Alle Informationen und die Registrierungsmöglichkeit beim Bundeswirtschaftsministerium.

NRW Überbrückungshilfe Plus: Land ergänzt Überbrückungshilfe des Bundes

Das Land NRW ergänzt die Überbrückungshilfe des Bundes um ein Zusatzprogramm für den Unternehmerlohn: Mit der „NRW Überbrückungshilfe Plus“ erhalten Solo-Selbstständige und Freiberufler eine einmalige Zahlung in Höhe von 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate. Die Landesregierung rechnet mit 100.000 Antragstellern für das Zusatzprogramm und stellt hierfür 300 Millionen Euro bereit.
Hier erhalten Sie alle Informationen des Landes NRW.

NRW-Soforthilfe 2020: Fragen und Antworten zum Rückmeldeverfahren

Von Ende März bis Ende Mai konnten in finanzielle Not geratene Unternehmen Anträge für die NRW-Soforthilfe stellen. Laut Mitteilung des NRW-Wirtschaftsministeriums sind die Empfänger zur Rückzahlung der Differenz zwischen dem Zuschussbetrag und dem tatsächlichen Liquiditätsbedarf im Förderzeitraum verpflichtet. Die Soforthilfeempfänger werden per E-Mail über das Vorgehen und die Ermittlung des Liquiditätsengpasses informiert, heißt es.
Die wichtigsten Fragen und Antworten hat das NRW-Bundeswirtschaftsministerium aufgeführt.

Gründerpreis NRW 2020: 60.000 Euro Preisgeld für innovative Geschäftsideen

Eine gute Gründungsidee darf nicht an der Finanzierung scheitern. Aus diesem Grund betrachten das NRW-Wirtschaftsministerium und die NRW.BANK den GRÜNDERPREIS NRW als Mutmacher für die vielen innovativen Köpfe in Nordrhein-Westfalen. In diesem Jahr haben die Ausrichter insgesamt 60.000 Euro Preisgeld ausgelobt, auch weil im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie junge Unternehmen aller Branchen stark belastet sind. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass diese zwischen 2015 und 2018 gegründet wurden. Auswahlkriterien sind der wirtschaftliche Erfolg und die Kreativität der Geschäftsidee. Außerdem fließen Ansätze zu gesellschaftlichem Engagement, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Familienfreundlichkeit ein. Dem Sieger winken 30.000 Euro, dem Zweitplatzierten 20.000 Euro und dem Drittplatzierten 10.000 Euro. Bewerbungsschluss ist der 21. September 2020.
Alle Teilnahmeinformationen zum Gründerpreis.  

Bundesprogramm zum Aufbau von Weiterbildungsverbünden gestartet

Beim Bundesprogramm „Aufbau von Weiterbildungsverbünden“ können bis spätestens 25. August 2020 Bewerbungen in Form von Projektskizzen eingereicht werden. Laut Arbeitsministerium sollen mit diesem Angebot insbesondere Beschäftigte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Möglichkeit erhalten, häufiger an Weiterbildungen teilzunehmen. Ziel ist es, mit Hilfe regionaler Koordinierungsstellen verbindliche Kooperations- und Vernetzungsstrukturen zwischen Unternehmen, Bildungs- und Beratungseinrichtungen sowie weiteren Akteuren der Weiterbildungslandschaft aufzubauen. Regionale Wirtschafts- und Innovationsnetzwerke sollen so gestärkt werden. Des Weiteren zielt das Programm auf die Identifizierung des Weiterbildungsbedarfs und die KMU-Beratung, die Recherche und Weitergabe von Informationen an KMU und die Unterstützung von Bildungsstätten bzw. -trägern bei der Maßnahmenausgestaltung ab.
Antragsformulare, Kontakte und Informationen hält die Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH bereit.

Förderung für Elektro-Fahrzeuge erhöht

Der staatliche Anteil für die Förderung von E-Autos wird befristet bis Ende 2021 verdoppelt. So erhalten reine E-Autos nach Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums künftig einen Zuschuss in Höhe von bis zu 9.000 Euro, der Kauf von Plug-in-Hybriden wird mit bis zu 6.750 Euro unterstützt. Mit diesem Angebot soll der Umstieg auf E-Autos vorangetrieben und dadurch der Elektromobilität in Deutschland ein neuer Schub verliehen werden. Die Verdoppelung des Umweltbonus von Bundesseite ist bis Ende 2021 befristet. Der Herstelleranteil bleibt unberührt. Profitieren können – auch rückwirkend – folgende gekaufte oder geleaste Fahrzeuge: Zwischen dem 3. Juni 2020 und Ende 2021 erstmalig zugelassene Fahrzeuge sowie junge gebrauchte Fahrzeuge, deren Erstzulassung nach dem 4. November 2019 und die Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020 und bis zum 31. Dezember 2021 erfolgt ist.
Die Antragstellung erfolgt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Investitionsförderung in Digitalisierung angekündigt

Mit Programmen und praxisnahen Angeboten fördert das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und das Handwerk bei der praktischen Umsetzung ihrer Digitalisierungspläne. Ein Angebot heißt „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“. Es unterstützt Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft von drei bis zu 499 Beschäftigten (einschließlich Handwerksbetriebe und die freien Berufe) durch Investitionszuschüsse für ganzheitliche IT-Geschäftskonzepte. Bezuschusst werden „Investitionen in digitale Technologien“ und/oder „Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeitenden“. Das BMWi wird einen Projektträger mit der Übernahme von Aufgaben im Zusammenhang mit der Umsetzung des Programms beauftragen. Die Antragstellung erfolgt durch das antragsberechtigte Unternehmen oder einen Bevollmächtigten über das elektronische Antragsformular. Die WFM informiert, sobald die Anträge gestellt werden können.
Vorab erhalten Sie Informationen aus dem Bundesanzeiger.
 
Forschungszulage: Bemessungsgrundlagen-Höchstgrenze erhöht

Mit dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz ist im Forschungszulagengesetz die maximale jährliche Bemessungsgrundlage für förderfähige Aufwendungen, die zwischen dem 30. Juni 2020 und 1. Juli 2026 entstehen, von zwei auf vier Millionen Euro erhöht worden. Somit sind Aufwendungen von vor dem 1. Juli 2020 bis zu einer maximalen Bemessungsgrundlage von zwei Millionen Euro förderfähig. Entstehen beim Anspruchsberechtigten nach dem 30. Juni 2020 weitere förderfähige Aufwendungen, erhöht sich die Bemessungsgrundlagen-Höchstgrenze auf vier Millionen Euro. Das heißt, dass im Jahr 2020 weitere förderfähige Aufwendungen in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro in die Bemessungsgrundlage einbezogen werden können. Bei dem Fördersatz von 25 Prozent wird die maximale Höhe der Forschungszulage damit in diesem Zeitraum pro Jahr auf eine Million Euro verdoppelt. Es ist davon auszugehen, dass die Anhebung der Bemessungsgrundlagen-Begrenzung insbesondere mittelgroßen und großen Unternehmen mit entsprechend hohen förderfähigen Aufwendungen zugutekommt, die so eine höhere Forschungszulage beanspruchen können. Die Erhöhung der Forschungszulage schafft für diese forschenden Unternehmen zusätzliche Liquiditätsvorteile, die auch zur nötigen Stabilisierung der Wirtschaft beitragen.

Passantenzahlen: Höchste Wochenwerte seit Lockdown-Ende

Die besten Wochenwerte seit dem Ende des Lockdowns (20.04.) hat die Wirtschaftsförderung Münster GmbH jetzt auf der Ludgeristraße und auf der Rothenburg in Münsters City bilanziert. Die Besucherzahlen für die sechs Verkaufstage Montag, 29.06. bis Samstag, 04.07., senden für den Handel und die Gastronomie sehr positive Signale aus und machen Hoffnung auf eine weitere Belebung der City und des Geschäfts. In Summe wurde an den vergangenen sechs Verkaufstagen auf der Ludgeristraße mit 150.774 gezählten Passanten (Höhe Arkadeneingang) ein neuer Höchststand festgestellt. Das sind 81 Prozent der Besucherbilanz in der Vergleichswoche 2019. Ein Bestwert seit Lockdown-Ende erreichte auch die Rothenburg mit 113.104 Passanten an den genannten sechs Tagen (93 Prozent des Wochenwerts von vor einem Jahr). Auch der Samstag (04.07.) war stark. Mit knapp 37.000 gezählten Passanten erreichte die Ludgeristraße das Spitzenniveau vom 6. Juni. Auf der Rothenburg waren am Samstag knapp 30.200, und damit sogar mehr Menschen unterwegs als am Samstag des Vergleichszeitraums 2019 (27.718). Für diese gute Entwicklung können gleich mehrere Gründe ausschlaggebend sein: Sei es, dass die Senkung der Mehrwertsteuer seit dem 1. Juli die Menschen zum Besuch der Innenstadt motiviert hat. Des Weiteren trugen möglicherweise auch das milde Wetter, es war nicht zu heiß und weitestgehend trocken, sowie die in Münster auf drei offizielle Fälle gesunkene Corona-Zahl dazu bei, dass wieder mehr Menschen in die Innenstadt strömten.
Alle Werte im Überblick.

Immobilienmesse EXPO REAL abgesagt

Die EXPO REAL, Europas größte Immobilienmesse, wird es 2020 in der gewohnten Form nicht geben. Stattdessen hat die Messe München ein Format entwickelt, bei dem eine reale physische Konferenz mit einer Covid-19 gerechten Ausstellung gleichzeitig auch im Internet besucht werden kann. Der so genannte „EXPO REAL Hybrid Summit“ wird am 14. und 15. Oktober 2020 im ICM – Internationales Congress Center München stattfinden. Der Wirtschaftsstandort Münsterland ist aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen in diesem Jahr nicht vertreten. Die hiesigen Akteure freuen sich auf eine EXPO REAL 2021 unter hoffentlich normalen Bedingungen vom 11. bis 13. Oktober in München.
Weitere Informationen zum EXPO REAL Hybrid Summit.  

Münster präsentiert sich auf der polis Convention digital

Seit Jahren treffen sich Akteure, die Städte aktiv beeinflussen, gestalten und weiterentwickeln, bei der polis Convention in Düsseldorf. Doch erstmals findet die Messe für Stadt- und Projektentwicklung 2020 nicht in den Alten Schmiedehallen auf dem Düsseldorfer Areal Böhler statt. Der Branchentreff ist am 13. und 14. April in rein digitaler Form zu besuchen. Aussteller wie beispielsweise die Stadt Münster und Gäste haben die Möglichkeit, die virtuellen Messehallen in 3D zu erkunden. Des Weiteren bietet eine Kommunikationsplattform die gute Gelegenheit zum Austausch. Die Stadt Münster präsentiert ihre Projekte und Entwicklungen virtuell mit dem Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft sowie mit der Konversionsgesellschaft KonvOY und der Wirtschaftsförderung Münster GmbH. Die Ansprechpartner stehen auch telefonisch für ein Gespräch zur Verfügung.
Weitere Informationen zur polis Convention 2020.

Online-Veranstaltung, 24.08.2020: „Risikomanagement in Krisenzeiten“

Die Corona-Pandemie belastet Betriebe schwer – organisatorisch und finanziell. Die Herausforderungen drehen sich zum Beispiel um die Ertrags- und Liquiditätsplanung und um das krisenkonforme Controlling. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen sind für das Handeln unter diesen schweren Bedingungen von Belang. In einer Online-Veranstaltung geht das Kompetenznetzwerk Zukunftssicherung auf die Suche nach Antworten zu den drängendsten Fragen der unternehmerischen Ausrichtung. Wie lässt sich das Risikomanagement effektiv etablieren und laufend anpassen. Referenten sind Dr. Klaus Flacke, Partner der nexpert AG und Geschäftsführer des Glasanbieters LEONARDO, sowie Rechtsanwalt Andre Kremer, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, von der Wirtschaftskanzlei MÖNIG.
Bitte schreiben Sie bei Teilnahmeinteresse eine Mail an: willerding@wfm-muenster.de. Sie erhalten im August den Einladungslink zur Anmeldung.  
 
Zu guter Letzt: FAQ der DIHK

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer gibt Unternehmen auf Ihrer Webseite viele Antworten zum Umgang mit dem Coronavirus in organisatorischer, rechtlicher und finanzieller Hinsicht. Hier geht’s zum FAQ.


Gender-Hinweis

Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und weiterer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechterformen. Dies impliziert keinesfalls eine Benachteiligung der jeweils anderen Geschlechter, sondern ist als geschlechtsneutral zu verstehen.