Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

2. Sonder-Newsletter der
Wirtschaftsförderung Münster GmbH

25. März 2020

Corona-Krise: Finanzielle Hilfen für Unternehmen und Beschäftigte

Die Corona-Krise belastet Sie als Unternehmerin bzw. Unternehmer und Ihre Mitarbeiter auch weiterhin massiv. Wichtig ist nun, dass die finanziellen Hilfen vom Land und Bund gut koordiniert und schnellstmöglich bei Ihnen ankommen.

Das Team der Wirtschaftsförderung Münster GmbH informiert und berät Sie telefonisch zu diesen Sonderprogrammen unter Tel. 0251 68642-90 und per Mail an coronakrise@wfm-muenster.de.

Die Hilfsangebote finden Sie auch – stets aktualisiert – auf unserer Webseite und in künftigen Sonder-Newslettern. Wir halten Sie durch Ihr Newsletter-Abonnement auf dem Laufenden.

Der Wirtschaftsförderung ist wichtig, dass möglichst alle Unternehmen in Notlage von diesen Hilfen erfahren. Verbreiten Sie auch in Ihren Netzwerken diese Informationen.

In dieser Ausgabe:

Hilfen der Stadt Münster
- Münster stundet Gewerbesteuerzahlungen bis Jahresende

Hilfen des Bundes
- Finanzielle Soforthilfen in Höhe von 50 Milliarden Euro
- KfW-Kredit: bis zu 90-prozentige Risikoübernahme und Zinssenkungen

Hilfen des Landes
- Stundung der Gewerbesteuerzahlungen bis Jahresende
- Bürgschaften stehen bereit
- KfW-Kredite mit niedrigeren Zinssätzen
- Entgegenkommen mit zinslosen Steuerstundungen
- Entschädigungen für Quarantäne
- Beteiligungskapital ohne Hausbank-Beteiligung

Service
- Münster bringts, das Münsterland liefert

Hilfen der Stadt


Münster stundet Gewerbesteuerzahlungen bis Jahresende

Die Stadt Münster räumt Unternehmen die Möglichkeit zur Verschiebung der fälligen Gewerbesteuerzahlungen bis zum Jahresende 2020 ein. Auf Antrag wird die Stundung zinslos gewährt. Sie kann also ohne zusätzliche Kosten in Anspruch genommen werden. Die Entscheidung gab Oberbürgermeister Markus Lewe am Mittwoch infolge der Beratungen im Krisenstab Wirtschaft bekannt. Auch hinsichtlich der Vergnügungssteuer und der Beherbergungssteuer will die Stadt Münster vorhandene Ermessensspielräume maximal ausschöpfen, so dass die lokale Wirtschaft spürbare Entlastung erfährt und Arbeitsplätze gesichert werden können. Schon jetzt führe die Corona-Krise in etlichen Wirtschaftsbereichen zu teilweise existenzbedrohenden Schieflagen einzelner Gewerbetreibender. In dem neuen Krisenstab Wirtschaft berät sich Lewe ab sofort in unregelmäßigen Abständen mit Stadtkämmerin Christine Zeller, den beiden Hauptgeschäftsführern der Industrie- und Handelskammern, Dr. Fritz Jäckel und Thomas Banasiewicz, dem Vorstandsmitglied der Sparkasse, Klaus  Richter, sowie dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Dr. Thomas Robbers. Oberstes Ziel ist, trotz der Corona-Krise die gesunde Wirtschaftsstruktur der Domstadt und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.
Weitere Informationen auf der Webseite der Stadt Münster.

Hilfen des Bundes

Finanzielle Soforthilfen für kleine und Solo-Selbstständige über 50 Milliarden Euro

Der Bund hat kleinen Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche sowie Solo-Selbständigen und Angehörigen der Freien Berufe mit bis zu zehn Beschäftigten finanzielle Soforthilfen zugesagt. Das Volumen umfasst bis zu 50 Milliarden Euro. Vorgesehen sind eine Einmalzahlung in Höhe von 9.000 Euro für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten und eine Einmalzahlung in Höhe bis zu 15.000 Euro für drei Monate bei bis zu zehn Beschäftigten. Sofern ein Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden. Der Zuschuss soll zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen dienen, die unter anderem aus laufenden Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten resultieren. Voraussetzung für die möglichst elektronische Antragstellung sind wirtschaftliche Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise. Das Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein. Als Schadenseintrittsdatum gilt der 11. März 2020. Der Antragsteller muss versichern können, dass die Existenzbedrohung bzw. der Liquiditätsengpass durch die jetzige Krise verursacht wurden.

KfW-Kredit: bis zu 90-prozentige Risikoübernahme und Zinssenkungen

Anfang der Woche (23. März) ist das neue KfW-Sonderprogramm 2020 mit unbegrenzten Mitteln an den Start gegangen. Es dient kleinen Betrieben, mittelständischen Firmen und Großunternehmen, die wegen der Corona-Krise Finanzierungsschwierigkeiten haben. Es können Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden. Die Kreditbedingungen wurden nochmals verbessert. Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu drei Mio. Euro schaffen weitere Erleichterung für die Wirtschaft. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 Prozent bei Betriebsmitteln und Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen erleichtern Banken und Sparkassen die Kreditvergabe. Das KfW-Sonderprogramm 2020 wird über die Programme KfW-Unternehmerkredit (037/047) und ERP-Gründerkredit - Universell (073/074/075/076) umgesetzt, deren Förderbedingungen modifiziert und erheblich erweitert werden. Daneben ermöglicht das Sonderprogramm „Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung“ (855) große Konsortialfinanzierungen unter Risikobeteiligung der KfW. Einen Kredit können Unternehmen beantragen, die zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten waren. Ansprechpartner ist die Hausbank. Auszahlungen erfolgen schnellstmöglich.
Weitere Informationen gibt Ihnen auch das Bundeswirtschaftsministerium.

Hilfen des Landes

"NRW-Soforthilfe 2020“ für Kleinbetriebe, Freiberufler und Solo-Selbstständige:
Start noch in dieser Woche

Mit Soforthilfen unterstützen Bund und Land in der Corona-Krise kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige, Freiberufler und Gründer. Das Bundes-Soforthilfeprogramm Corona sieht für Kleinunternehmen direkte Zuschüsse in Höhe von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro vor (s. oben Hilfen des Bundes). Die Landesregierung stockt das Programm noch einmal auf und unterstützt über die NRW-Soforthilfe Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten mit 25.000 Euro. Voraussetzungen sind: Das Unternehmen muss vor der Krise wirtschaftlich gesund gewesen sein. In Folge der Corona-Krise haben sich entweder die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als halbiert, oder die vorhandenen Mittel reichen nicht aus, um die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten), oder der Betrieb wurde auf behördliche Anordnung geschlossen.
Elektronische Antragsformulare stehen von Freitag (27.) an online auf dem Landsinformationsportal.

Bürgschaftsbanken stehen bereit

In NRW stehen die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro) bereit, um Kredite zu besichern. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft. Für Kontokorrent-Linien bis 100.000 Euro werden über die Bürgschaftsbank NRW 90-prozentige Bürgschaften in einem Schnellverfahren mit nur einem Tag Bearbeitungszeit angeboten, sobald vom Bundesministerium der Finanzen die Freigabe dafür gekommen ist.

KfW-Kredite mit niedrigeren Zinssätzen

Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu drei Mio. Euro schaffen weitere Erleichterung für die Wirtschaft. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 Prozent bei Betriebsmitteln und Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen erleichtern Banken und Sparkassen die Kreditvergabe.

Entgegenkommen mit zinslosen Steuerstundungen

Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitestmöglich aus. Für Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.

Entschädigungen für Quarantäne

Sollte wegen des Corona-Virus ein Tätigkeitsverbot, zum Beispiel Quarantäne, ausgesprochen werden, können Betriebe eine Entschädigung für die Fortzahlung von Löhnen und Gehältern beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe beantragen.

Beteiligungskapital ohne Hausbank-Beteiligung

Der „Mikromezzaninfonds Deutschland“ kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten stille Beteiligungen eingehen (max. 75.000 Euro). Richtet sich an kleine Unternehmen, Gründungen und spezielle Zielgruppen (u.a. Unternehmen, die ausbilden sowie Gründungen aus der Arbeitslosigkeit).

Finanzierungs-Instrumente für alle Unternehmen sowie die Ansprechpartner führt das Landesinformationsportal auf.  

Service

Münster bringts, das Münsterland liefert

Aus der Not geboren: Immer mehr Lieferservices lokaler und regionaler Betriebe leisten in diesen schwierigen Zeiten sehr gute Dienste. Sie unterstützen Unternehmen und stellen auch für Verbraucher eine große Hilfe dar. „Bleib zu Hause! Münster bringt's“, lautet das Motto der Aktion, für die sich die Initiative starke Innenstadt Münster (ISI) einsetzt. Geschäftsschließungen als Maßnahme in der Corona-Krise sind für Unternehmen eine nie dagewesene Bedrohung. Händler, Gastronomen, Hoteliers und Dienstleister kämpfen um ihre Existenz. Die Kunden können mit den Betrieben Kontakt aufnehmen und erhalten Waren und Essen in Münster nach Hause geliefert. Auch in der Region haben viele Betriebe in den Krisenbewältigungs-Modus umgeschaltet. Der Münsterland e.V. fördert mit Unterstützung von Institutionen wie der IHK Nord Westfalen, der Handwerkskammer Münster, dem DEHOGA Westfalen e.V., dem Netzwerk Münsterland Qualität e.V. und den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise, Städte, Gemeinden und der Stadt Münster diesen Vertriebsweg.
Alle Informationen zu den Initiativen Münsterbringts und zu Münsterland liefert.


Gender-Hinweis
Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und weiterer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechterformen. Dies impliziert keinesfalls eine Benachteiligung der jeweils anderen Geschlechter, sondern ist als geschlechtsneutral zu verstehen.